Schriftzug: LebensArt. Im wahren Land der 1.000 Berge

02. - 04.  September 2016 - Bödefeld Delikat

Herzlich Willkommen im Naturdorf Bödefeld

Das Hollenhaus

Bödefelder Hollen
Bödefelder Hollenfelsen
Blick auf Bödefeld

Das „Hollenhaus“ ist gar kein Haus, sondern ein wuchtiger Felsen im Wald nahe Bödefeld. Durch seine schroffe Formation und einen auffallend gelbgrünlichen Flechtenbewuchs wirkt er andersartig und irgendwie geheimnisvoll. Über ihn weiß eine alte Sage folgendes zu berichten:

Vor vielen, vielen Jahren hüteten Bödefelder Kinder vor dem Felsen die Ziegen der Dorfbewohner im Führlingssonnenschein. Es wurde immer erzählt, dass in Höhlen, die tief hineingehen in das Felsgestein, die „Hohen“, also Waldfrauen, wohnen würden, die sich guten Menschen freundlich erwiesen und hilfreich seien bei unverschuldeter Not. Einige besonders waghalsige Kinder drangen bis zu den Höhlen vor und riefen hinein. Wie erschraken sie aber, als tatsächlich die Hollen aus der Tiefe des Felsens hervor tragen. Sie beruhigten die Kinder und gesellten sich als liebreiche und freundliche Gespielinnen zu ihnen. Eine von ihnen bewachte die Ziegen, die reichlich saftiges Grün und Kräuter fanden. Schnell vergingen den Kindern die Stunden bei Spiel und Scherz. Bald schon stand die Sonne tief hinter den Bergen und die Kinder mussten an die Heimkehr denken. Zum Abschied erhielten sie von den "Hohen" schöne glänzende Steine, die sie mit nach Hause nahmen. Das Geschenk der Hollen erwies sich als lauteres Gold und aus mancher Hütte schwanden Sorge und Not. Doch daraufhin drangen rohe Burschen in die Höhlen ein, um die Schätze der Hollen mit Gewalt zu rauben. Es traf sie aber eine harte Strafe. Die Eingänge stürzten ein und sie fanden nicht mehr heraus. Niemand hat je wieder die Hollen gesehen.

...und wie findet man diesen Hohen-Felsen?

Verlässt man den Ort Bödefeld über die Hunau-Straße in Richtung Osterwald befinden sich gleich nach dem Ortsausgang rechts der Straße einige Fischteiche. Direkt danach zweigt eine Zufahrt rechts ab zum „Kinderspielplatz“. Hier beginnt die Wanderung mit dem Wegezeichen A3 Richtung „Hollenhaus und Soldatengrab“. Der Weg führt leicht bergan. In einer Mulde biegt er mit dem Zeichen A3 nach links in einen Nadelwald und schon kurz danach sieht man im anschließenden Buchenwald rechts den gelblich-grün überzogenen schroffen Felsen „Hollenhaus“. Die Gehzeit bis hierher beträgt etwa 1/2 Stunde.

Man kann den Weg als Rundwanderung fortsetzen und mit A3/A4 weiter bergan gehen. Nach etwa 1/4 Stunde verlässt uns A3 und mit A4 geht es rechts auf dem festen Forstwirtschaftsweg weiter. Schon bald erscheint rechts an einen Baumstamm geschrieben der Hinweis „Hollenhaus“. Ein Fußweg führt ab hier zur nahen Kuppe des Felsens, von wo man einen schönen Ausblick über die Sauerländer Bergwelt hat Zurück zum Weg A4 gehen wir nach rechts weiter bergan. Schon nach etwa 10 Minuten erreichen wir die Höhe und sehen einen Wegweiser „Soldatengrab 30 m“. Hier im Fichtenwald befindet sich mit schlichtem Kreuz und aufgesetztem Stahlhelm das Grab eines unbekannten deutschen Soldaten. Unser Weg A4 führt dann etwa 1/4 Stunde abwärts. An einer Lichtung erkennt man in der Ferne die Bruchhauser Steine. Ein Stück weiter unten im Laubwald biegt der A4-Weg plötzlich scharf nach links ab zum „Gehege“. Bald schon erreicht man den Eingangsbereich eines sehr schönen und gepflegten Rotwild Geheges. Das Wegezeichen A4 geleitet uns weiter bergab und nach 10 Minuten hat man den Ausgangspunkt „Kinderspielplatz“ unten im Tal wieder erreicht.

Die Gehzeit beträgt insgesamt etwa 1 1/2 Stunden, Pausen nicht eingerechnet Der Weg bietet im Sommer viel wohltuenden Schatten. In Zeiten ohne Laub an den Bäumen hat man dagegen eine bessere Sicht.