Schriftzug: LebensArt. Im wahren Land der 1.000 Berge

02. - 04.  September 2016 - Bödefeld Delikat

Herzlich Willkommen im Naturdorf Bödefeld

Bödefelder Pilgerpfad

Wanderweg B 6 (ca. 4,5 km)

 

Dieser Wanderweg soll alle ansprechen, die in meditativer Weise ihren Weg gehen und dabei ihre Anliegen und Sorgen in 715m Höhe zum Kreuzberg bringen wollen. Es ist ein echter Pilgerweg, mit ca. 200m Höhenunterschied auf 2,5km.

 

Der Weg beginnt an der Bödefelder Pfarrkirche und führt zunächst über die Straße „Zum Kreuzberg“ hinan, vorbei am Kindergarten. Dort findet man auch die erste Hinweistafel mit dem „freudenreichen Rosenkranz“. Man geht weiter an den Hochlandrindern vorbei und leicht bergauf in den Wald. Bald zweigt der Weg scharf links ab zum Garten Getsemani, die Bödefelder nennen die Gedenkstätte „Heiland“. Auf diesem Weg ist die zweite Hinweistafel mit dem „lichtreichen Rosenkranz“. Beim Heiland angekommen, beginnt der eigentliche Kreuzweg.

Kreuzweg und Kreuzbergkapelle sind Werk eines frommen Priesters, der in besonderer Weise das Kreuz Jesu verehrte. Johann Heinrich Montanus kam im Jahre 1721 nach Bödefeld und fand ein sehr schwieriges Arbeitsfeld vor, geprägt von Kriegsjahren und der Pest. Armut, Trunksucht, Hass und Feindschaft und eine völlig ruinöse Kirche machten es ihm nicht leicht, diese Aufgabe zu übernehmen. Mutig packte er die Arbeit an. Sein leuchtendes Vorbild und seine Nächstenliebe verfehlten die Wirkung nicht. Schon nach wenigen Jahren hatte sich die Gemeinde völlig gewandelt. Nachdem er die Kirche gebaut hatte, errichtete er auf dem steilen“Wahr-Berg“ ein großes Kreuz, der Berg erhielt den Namen „Kreuzberg“. Schon bald kam bei den Bewohnern der Wunsch, dort eine Kapelle zu bauen und auf dem Weg dorthin die Leidensstationen des Heilands darzustellen. Die Begeisterung war so groß, dass man bereits im Jahre 1729 die Kapelle einweihen konnte. Die Stationshäuschen, damals noch „sieben Fußfälle“ waren im Jahre 1730 fertig. Sie sind heute noch Kernstück des Kreuzwegs und wurden 1856 auf 14 Stationen erweitert. Der gute Ruf des Pfarrers verbreitete sich weit über die Grenzen des Sauerlandes hinaus. Große Scharen von Pilgern kamen und zogen in Prozessionen den Berg hinauf. Der fromme Priester verstarb aber bereits im Jahre 1743, vom Volk als Heiliger verehrt. Seine Gebeine wurden im Jahre 1929, der 200-Jahrfeier des Kreuzbergs zur Kapelle übertragen. Eine Gedenktafel und ein Blumenbeet erinnern an den Begründer der Heiligtümer.

Es gibt eidliche Aussagen über mancherlei Gebetserhörungen, die das Volk der Fürbitte Montanus zugeschrieben hat.

In liebevoller Weise wird der Kreuzberg mit seinen inzwischen 21 Stationshäuschen und der Kapelle von Bödefelder Bürgern gepflegt, und ist durch seine landschaftlich schöne Lage als Ort der Stille und der Besinnung bei Gästen, Pilgern und Einheimischen sehr beliebt.

Stellvertretend für die Gemeinde geht im Sommer an jedem Freitag eine kleine Gruppe betend den Kreuzweg.

 

Auf dem Weg hinter der Kapelle findet man die Hinweistafel für den Rückweg und folgt dem Wanderzeichen B 6. Auf dem weiteren Weg verteilt finden Sie auf Hinweistafeln mit den Geheimnissen des „glorreichen Rosenkranzes“. Durch herrlichen Fichten- und Laubwald und guten Aussichtsmöglichkeiten geht es bergab und man sieht bald die Häuser von Bödefeld wieder. Über die Straße „Lingenauwer“ und die „Hunaustraße“ hat man nach ca. 2 Std. den Ausgangspunkt wieder erreicht.

 

Der gesamte Weg ist 4,5 km lang. Festes Schuhwerk ist wichtig.

Das Pilgerbuch finden Sie im Schriftenstand der Pfarrkirche.