Schriftzug: LebensArt. Im wahren Land der 1.000 Berge

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27. - 28. Mai 2016 - Bödefelder Hollenmarsch 

27 - 28.Mai 2016 - Bödefelder Hollenlauf

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Zum „Irreplatz“ und „Blutstein“

Keine Sorge, dort fließt kein Blut und „irre“ wird man auch nicht Es ist sogar ein sehr schöner Weg. Ausgangspunkt ist das Tretbecken an der Straße zwichen Bödefeld und Osterwald (Hunaustraße). Es empfiehlt sich, die 2,2 km bis dorthin mit dem Auto zu fahren. Wer es aber vorzieht zu laufen, dem bietet sich ein recht hübscher Fußweg an, der ab der Straße „Auf der Hütte“ immer zum Tretbecken“ ausgeschildert ist er dauert etwa eine halbe Stunde.

Vom dortigen Parkplatz „Unter dem Nonnenstein“ geht man mit dem Wanderzeichen X (Hauptwanderweg X 10) zunächst nach links über eine kleine Straßenbrücke und dann rechts durch den „Kietelsiepen“ bergan. Der folgende Anstieg dauert fast eine dreiviertel Stunde und ist landschaftlich sehr schön. Er verläuft fast ständig am Waldrand entlang. Ein munteres Bächlein kommt einem durch eine gras- und buschbewachsene Senke stets entgegen. Fast oben durchquert der Weg nach einer Linkskehre einen Nadelwald und daran anschließend liegt vor uns die weite freie Fläche des uralten Hochmoores „Nasse Wiese“.

Unser Weg zweigt hier aber mit dem Wanderzeichen X 10 rechts ab in einen lichten Laubwald hinein und führt mit dem Wegweiser „Hunau Fredeburg“ noch höher hinauf. Als schmaler Fußweg durch einen Nadelwald stößt er ganz oben angekommen auf einen Querweg, der fast schnurgerade nach rechts immer auf der Höhe entlang bis zur Bergstation des Skihanges Hunau führt Unterwegs passieren wir einen Stein, der auf erreichte 818 Höhenmeter hinweist. Nur wenige Meter an der Bergstation vorbei liegt der „Irreplatz“ mit einem Holzkreuz und dem „Blutstein“. Vom Skihang bietet sich ein unvergeßlich schöner Ausblick auf die Bergwelt mit dem Schiershagen, Bastenberg, Dörnberg und Stüppel und dem langgestreckten Arnsberger Wald im Hintergrund. Auch die Bruchhauser Steine kann man sehen.

Für den Heimweg (ohne Wegezeichen) hat man die Wahl, entweder den Skihang ganz hinunter zu gehen oder nur ein Stück bergab und dann den zweiten Weg rechts in den Wald hinein zu benutzen (meist etwas feucht). Ganz unten an den Parkplätzen führt ein alter Zufahrtsweg (mit Leitplanken) nach rechts und nach einem weiten Linksbogen zur einer Hütte mit Griliplatz dicht an der Straße zwischen Osterwald und Bödefeld. Kurz vor dieser Straße leitet uns ein Waldweg (auch ohne Zeichen) nach rechts wieder hinüber zum unteren Ende des „Kietelsiepen“ und dem nahen Parkplatz „Unter dem Nonnenstein“ mit dem Tretbecken, also unserem Ausgangspunkt.

Die reine Gehzeit von diesem Platz und wieder dorthin zurück beträgt ca. zweieinhalb Stunden, Pausen nicht eingerechnet Festes Schuhwerk ist angeraten und für den Anstieg ein wenig Kondition. Nehmen Sie auch eine kleine Erfrischung mit, denn es gibt unterwegs keine Einkehrmöglichkeit.

Der Irreplatz wird eine Stehle über dem Sengenberge genannt, an der sich schon seit alter Zeit mehrere Wege im Walde treffen. Hier haben sich früher manchmal Menschen verirrt und sind besonders in schneereichen Wintern zu Tode gekommen. Der Bödefelder Pfarrer Montanus ließ damals an diesem Ort ein Kreuz errichten, das aber nicht mehr vorhanden ist.

Im Jahre 1963 wurde das jetzige Holzkreuz dort aufgestellt Sein Querbalken trägt die Inschrift:

„Der Irreplatz hieß dieser Ort bei den Ahnen. Montanus der Priester baute dieses Kreuz.Den Weg durch den Wald und zu Gott will es dir weisen."

Heute sind die Waldwege hier durch Wegemarkierungen sicher gekennzeichnet.

Der Blutstein ist ein alter Grenzstein zwischen zwei Gerichtsbezirken, denen das Recht über Leben und Tod zustand. Er wurde im 16. Jahrhundert von den mit Gerichtsgewalt ausgestatteten Edelherren von Fürstenberg gesetzt und zeigt auf der dem Gerichtsort Oberkirchen zugewandten Seite zwei quer liegende Balken aus deren Adelswappen. Und tatsächlich wurden in Oberkirchen besonders bei Hexenprozessen auch Todesurteile ausgesprochen. Die andere Seite des Blutsteines trägt das kurkölnische Kreuz zum Zeichen der Blutgerechtigkeit des Kurfürsten.